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Vor kurzem haben wir euch in unserem Beitrag “Google Analytics: Legal oder nicht?” einen Einblick in die aktuelle Lage von Analytics und DSGVO gegeben und euch gezeigt, was ihr technisch beachten müsst. Heute greifen wir den Themenbereich Datenschutz, Cookie Consent und Tracking in der Praxis nochmal auf und versorgen euch mit Tipps und Empfehlungen unsererseits, die euer datenschutzkonformes Arbeitsleben etwas erleichtern könnten.

 

Datenschutz: Ein individuelles Konzept für euer Unternehmen

Sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, mit dem man sich nicht auskennt, ist schwer. Aber zu sagen “Datensammeln ist unter den aktuellen Datenschutzauflagen zu umständlich” und deshalb darauf zu verzichten, ist nicht zielführend. Euch gehen viele Daten verloren, die euch dabei helfen, weiterhin eure Customer Journeys etc. nachzuvollziehen.

Wir empfehlen: Sucht euch eine:n Datenschutzbeauftragte:n! Das ist bereits ab einer Unternehmensgröße von 20 Mitarbeiter:innen zielführend. Ihr arbeitet mit sensiblen Daten von Patient:innen oder Klient:innen? Dann solltet ihr euch schon bei weniger als 20 Mitarbeiter:innen dahingehend beraten lassen.

Datenschutzbeauftragte helfen euch dabei, die unterschiedlichen Cookies, die ihr sammelt, zu bewerten und passende Tracking-Tools für eure Datenverarbeitungsbedürfnisse zu finden sowie diese sorgfältig zu implementieren. Weiters könnt ihr so auch euer Consent-Tools und dessen Konfiguration in gute Hände legen. Auch, wenn ihr euch ein gutes Konzept für den Datenschutz überlegt oder es bereits umgesetzt habt, raten wir euch, einen Quick Check durchzuführen, indem ihr es von einer:einem professionellen Datenschutzbeauftragten überprüfen lasst. So geht ihr auf Nummer sicher!

Natürlich ist dieser Service nicht kostenlos, aber ihr solltet euren Kosten-Nutzen-Faktor abwägen, bevor ihr hier Geld spart. Sammelt ihr Daten nicht DSGVO-konform, müsst ihr mit Abmahnungen bis hin zu hohen Bußgeldern rechnen. Das kostet euch ebenso Zeit und Geld und verursacht zudem Stress.

Consent Tools dienen primär dazu, euch die Einwilligung eurer Websitebesucher:innen zu sichern, deren Daten sammeln und verarbeiten zu dürfen.

Sie sind aber nicht nur dafür da, dass Personen den “grünen Haken” setzen können. Das richtige Tool, kann euch umfangreichen Einblick in das Thema Cookie Consent gewähren. Denn auch das ist Teil der Customer Journey. Wie viele Personen stimmen zu? Funktioniert die Kommunikation des Datenschutzes über das Consent Tool für die Nutzer:innen? Gibt es Optimierungsbedarf bei der Erklärung des Datenschutzes?

Das Datensammeln sollte nicht beim Klick auf “Zustimmen” enden, sondern darüber hinausgehen! Denn nicht nur in Bezug auf den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen ist es wichtig, die eigenen Kund:innen zu verstehen. Auch die User-Experience beim Datenschutz ist ein wichtiges Thema. Besonderen Fokus solltet ihr daher auf die Messung der Interaktion in Hinblick auf die Zustimmungsrate legen. Vergleicht die Klicks, die im Consent Tool festgehalten werden, unbedingt mit anderen Daten aus z.B. Google Analytics. So könnt ihr die Absprungrate und damit evt. Handlungsbedarf ermitteln.

Doch wo beginnen?

Zuerst braucht ihr ein geeignetes Tool. Doch von welchem Anbieter? Unser Tipp: Usercentrics. Diese Consent Management Plattform bietet euch großes eine Auswahl an kostenlosen sowie kostenpflichtigen Varianten mit vielen nützlichen Funktionen. Kostenlose Versionen können für kleine Webseiten und -shops durchaus reichen. Möchte oder muss man jedoch professioneller arbeiten, sollte man eher einen Blick auf die kostenpflichtigen Tools werfen. Natürlich gibt es neben Usercentrics viele weitere seriöse Anbieter mit den unterschiedlichsten Tools im Sortiment.

Habt ihr das richtige Tool für euch gefunden? Dann baut euch ein Dashboard auf und erweitert dieses stetig. Denn nicht nur im Online-Marketing gilt: Testen, testen, testen. Auch im Bereich Consent sollte man testen und optimieren. Optimierte Kommunikation des Datenschutzes führt dazu, dass letztlich mehr Personen euch ihre Zustimmung zur Datenverarbeitung geben. Ihr sammelt mehr Daten, habt einen besseren Einblick und somit im weiteren Verlauf mehr Werbemöglichkeiten, Insights in eure Customer Journeys und vieles mehr.

Fazit

Datenschutz, Daten sammeln… alles mühsam und kompliziert? Nicht unbedingt! Holt euch Hilfe durch professionelle Beratung und arbeitet mit Datenschutzbeauftragten zusammen. Plant eure Consent-Strategie richtig: Welche Ziele habt ihr? Welche Daten müsst ihr tracken, damit ihr zu den Insights kommt, die gewährleisten, dass ihr diese Ziele erreicht?
Wählt sorgfältig jene Consent Tools, die euch dabei unterstützen, die richtigen Daten im Rahmen des rechtlichen Datenschutzes zu sammeln und dann heißt es: Testen, um die User Experience im Consent-Bereich zu verbessern und den Umfang eurer gesammelten Daten stetig auszuweiten.

Unser Praxis-Tipp

Google kündigte zu Beginn des Jahres die endgültige Umstellung von Universal Analytics auf Google Analytics 4 an. Ab Juli soll die Nutzung von Analytics voraussichtlich nur noch über die 4-Property möglich sein.
Wir raten euch daher, schon jetzt mit der Umstellung zu beginnen und euch mit der 4-Property vertraut zu machen. Unser Tipp, damit ihr weiterhin alles wie gewohnt im Blick behalten könnt: Nutzt Universal Analytics weiterhin parallel zur 4-Property – so entgehen euch keine Daten und ihr könnt euch langsam mit der Umstellung vertraut machen.