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Vor über einem Jahrzehnt eroberte Instagram die Smartphones der Welt und die Nutzer:innenzahlen steigen nach wie vor Jahr für Jahr – ohne Ende in Sicht. In Österreich ist die Anzahl der aktiven Nutzer:innen mit 2022 auf 3,15 Mio. gestiegen. In Deutschland sind es bereits 32 Mio. monatlich aktive User:innen

Doch Instagram ist schon lange nicht mehr “nur” ein digitales Fotoalbum, um daheimgebliebene Freund:innen in Urlaubsneid versinken zu lassen. 90% der aktiven Nutzer:innen folgen Unternehmen und rufen im Schnitt 22 Mio. Produkte täglich auf ihren Smartphones auf. Auch wenn ihr kein offensichtlich “Instagram-taugliches” Produkt in eurem Sortiment habt oder Services anbietet, könnt ihr die Plattform zu eurem Vorteil nutzen. KMUs, denen eventuell kein Budget im mehrstelligen Bereich für Online Marketing zur Verfügung steht, profitieren besonders von den vielfältigen Möglichkeiten, die ein Instagram Unternehmensprofil zu bieten hat. Mit der richtigen Umsetzung könnt ihr eine Community aufbauen, euch mit potentiellen Kund:innen vernetzen und eure Brand Awareness steigern. But first things first!

Step 1: Unternehmensprofil

Um richtig durchstarten und alle Features nutzen zu können, braucht ihr zuallererst einen Instagram Firmenaccount für euer Unternehmen. Die Vorteile liegen auf der Hand: 

  • Insights: Mit einem Business Profil könnt ihr nicht nur genau sehen, welche Postings gut ankommen, sondern auch, wie alt eure Follower:innen sind, um welche Uhrzeiten sie am liebsten durch Instagram scrollen und wo sie sich befinden.
  • Planung: In Echtzeit Postings zu veröffentlichen, ist sowohl für große als auch kleinere Firmen oft eine Herausforderung. Mit dem Unternehmensprofil könnt ihr euch im Creator Studio anmelden und Beiträge ganz einfach einplanen. 
  • Instagram Shopping: Mit einem Firmenaccount könnt ihr eure Produkte markieren, sodass eure Kund:innen sie ohne Umschweife direkt in der App kaufen können.

Um es euch so einfach wie möglich zu machen, dauert die Einrichtung eines Business Profils nur wenige Minuten:

  • Wenn ihr noch kein Konto habt, müsst ihr euch zunächst registrieren.
  • Anschließend geht ihr auf eurem Profil in die Einstellungen, wählt “Konto” und klickt auf “Zu professionellem Konto wechseln” oder “Neues professionelles Konto hinzufügen”.
  • Danach könnt ihr noch aus verschiedenen Kategorien wie “Bekleidung”, “Produkt/Dienstleistung” oder “Restaurant” wählen.
  • Und das war’s auch schon von der technischen Seite. Jetzt fügt ihr noch eine Beschreibung eures Unternehmens ein, die optimalerweise vier Zeilen umfasst, gebt eure Adresse ein und wählt ein Profilfoto. Der Link sollte idealerweise auf eure Website verlinken, auf der auch das Impressum zu finden ist. 

Step 2: Content

Natürlich wollt ihr euer neues Instagram Firmenkonto in erster Linie dafür verwenden, um eure Produkte/Services an die User:innen zu bringen. Mit reinen “Verkaufspostings” klappt es jedoch eher selten, eine richtige Community aufzubauen und die Purchases langfristig in die Höhe zu treiben. Hier muss man etwas cleverer, oder zumindest subtiler vorgehen. Daher gibt es vier unterschiedliche Content-Arten, die in eurer Planung nicht fehlen sollten:

1. Unterhaltung

Auf Instagram geht es in erster Linie darum, eure Community mit abwechslungsreichem, erfrischendem und authentischem Content zu unterhalten. Mit dem zehnten Posting über die Vorteile eures Angebots bleibt euer Follower:innen-Kreis vermutlich auf Mitarbeiter:innen und Familienmitglieder beschränkt. Unterhaltsamer Content für Unternehmensprofile auf Instagram könnte beispielsweise ein Office-Reel, eine Behind-the-Scenes-Story oder ein schönes Landschaftsposting sein.

Instagram Posting Weingut Jamek. Landschaftsbild über das Donautal.

2. Inspiration

Vor allem Personen, die lieber kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, erfahren gerne mehr über die Mitarbeiter:innen, die dahinter stecken. So gehört zu inspirierendem Content beispielsweise die Entstehungsgeschichte eures Unternehmens oder aktuelle Erfolgsstories von euch oder auch euren Kund:innen.

Instagram Posting Café Hawelka. Älteres Pärchen umarmt sich. Text: In Erinnerung and Josefine und Leopold.

3. Erklärungen

Egal auf welcher Plattform: User:innen wollen einen Mehrwert ziehen aus den Inhalten, die sie konsumieren – auch auf Instagram Unternehmensprofilen. Daher sind Infos, die für eure (potentiellen) Follower:innen relevant sein könnten, auch auf Instagram gerne gesehen. Darunter fallen zum Beispiel “die drei größten Mythen” eurer Branche, Antworten auf interessante FAQs, Tipps und Hacks, die eurer Community Vorteile bringen.

Instagram Posting Mohr Hydrokultur: 15% mehr Effizienz durch Innenraumbegrünung

4. Produkte/Services

Auch wenn Instagram nicht in erster Linie besucht wird, um etwas zu erwerben, müsst ihr eure Angebote natürlich nicht verstecken. Um potentiellen Käufer:innen einen Einkauf bei euch so einfach wie möglich zu machen, könnt ihr Instagram Shopping verwenden. Wer das nicht möchte, kann aber auch auf den eigenen Webshop verlinken und/oder zur direkten Kontaktaufnahme aufrufen. Bei dieser Content-Form ist es besonders wichtig, nicht auf den sogenannten “Call-To-Action” zu vergessen und die Viewer:innen zu einer konkreten Handlung aufzufordern.

Instagram Posting kiwi Tours. Landschaftsbild Japan. Call To Action im Text "Bucht jetzt eure Japan-Reise mit uns und erlebt dieses beeindruckende Naturwund

Step 3: Ads

Der Fakt, dass bereits 200 Mio. Unternehmen einen Account für ihr Business auf Instagram betreiben, kann es umso schwerer machen, aus der Masse herauszustechen. Zum Glück bietet Instagram viele Möglichkeiten, unterschiedliche Beiträge auf verschiedene Arten zu bewerben. Genau wie auf Facebook kann man auch hier über den Werbeanzeigenmanager ein Budget festlegen, eine Zielgruppe auswählen und das Ziel der Kampagne (Interaktionen, Leads, Reichweite, etc.) bestimmen. Neben Posting-, Story- und Carousel Ads sind aktuell Reels Ads besonders beliebt. Und wer den richtigen Content kreiert, die passende Strategie ausgearbeitet hat und das optimale Ad Management beherrscht, kann hier kaum etwas falsch machen.

Instagram Ad Mohr Hydrokultur. Erste Slide: Foto von Büro mit Pflanzenwand. Text: Natur am Arbeitsplatz!
Instagram Ad Mohr Hydrokultur. Zweite Slide: Frau mit Lapotop und Kaffee. Text: Jetzt Kontakt aufnehmen!

Step 4: Community Management

Das Instagram Unternehmensprofil ist erstellt, der Content geplant, die Ads optimiert und das war’s? Noch nicht ganz. Denn auch wenn Instagram ursprünglich nur für visuelle Inhalte bekannt war, ist auch hier die Anzahl der Kommentare und Anfragen über Direktnachrichten nicht zu unterschätzen. Da kaum etwas mehr Frust bei Interessierten auslöst als eine unbeantwortete Frage, ist es besonders wichtig, immer relativ schnell, offen und authentisch auf diese zu reagieren.

Fazit

Diese vier Schritte, die für Social Media Expert:innen zum Alltag gehören, sind in der Realität zeitaufwändig und erfordern Motivation, Kreativität und Zeit. Besonders KMUs haben oft nur begrenzte interne Ressourcen, wenn es um Online Marketing geht. Gut, dass es die ado gibt. 😉 

Marina Orasch, BA

Marina Orasch, BA

Marina kennt sich als Social Media Expertin nicht nur aus, wenn es um Instagram, Facebook, LinkedIn und Co. geht. Als Content Strategin wirft sie ihr geübtes Auge auf Websites und schüttelt nebenbei SEO-Texte aus dem Ärmel.

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