Facebook Pixel

Die neue Seitenversion von Facebook wurde Anfang 2021 angekündigt und wird gerade Schritt für Schritt ausgerollt. Diese ist jedoch noch nicht für alle Seiten verfügbar. Häufig muss ein Unternehmen deswegen eine Seite im neuen Layout, die restlichen Seiten aber noch im klassischen Layout bedienen. Die Umstellung erfolgt nämlich pro Seite und nicht pro Business Manager und verläuft automatisch — es gibt also keinen Button, über den du zwischen den Versionen wechseln kannst.

Ich habe die neue Seitenversion ein wenig genauer unter die Lupe genommen und zeige dir ein paar Vor- und Nachteile. 

Aufbau der neuen Seitenversion

Die alte Seitenversion gab dir einen guten Überblick darüber, was du benötigst, um deine Seite einzustellen und du kamst schnell zu den wichtigsten Punkten. Bei der neuen Version fehlen die Funktionen „Einstellungen“ und „Seiteninfos bearbeiten“. Wenn du dich direkt auf deiner Seite bewegst, könnte es sein, dass dir bei der neuen Seitenversionen die Optionen auf der linken Seite abgehen. Diese befinden sich jetzt rechts oben, wenn du auf das Bild deiner Seite klickst — wie bei deinem privaten Profil. 

Das Professional-Dashboard ist eine nette Übersicht für Insights und weitere Tools. Die Option Insights führt dich wieder zum Professional-Dashboard in den Bereich Insights. Falls dir jetzt ein kleines „Aha?“ rausgerutscht ist, ist das vollkommen verständlich. Dann geht es nur noch um Optionen, wie du Werbeanzeigen schalten kannst. Diese sind für mich jedoch überflüssig, da ich den Werbeanzeigenmanager nutze, um Werbung für meine Kund:innen zu schalten. Wer aber Beiträge auf schnellem Wege mit etwas Budget pushen will, kann diese Möglichkeit, um schnell und unkompliziert Werbeanzeigen zu generieren, nutzen. 

Zu guter Letzt kommt unsere mittlerweile doch schon ältere Freundin die „Meta Business Suite“. Ich arbeite grundsätzlich gerne mit der Business Suite, um Community Management zu betreiben oder um Stories einzuplanen. Ich warte nur darauf, dass man auch die Beiträge in der Business Suite einplanen kann, weil diese Funktion viel besser zu handhaben ist als das Creator Studio. Leider gibt es hier noch ein paar Bugs: Wenn ich die Facebook-Beiträge über die Business Suite einplane, tauchen sie im Werbeanzeigenmanager nicht auf und ich kann sie nicht bewerben — aber dazu ein anderes Mal mehr! 

Zusammengefasst fand ich die alte Seitenversion übersichtlicher und einfacher zu bedienen. Hier stellt sich vor allem die Frage, warum man seine Seite nicht generell nur über die Business Suite verwalten kann. Ihr Zweck wäre doch gewesen, alles, was sich um Facebook und Instagram dreht, in einem Tool verwalten zu können. Doch Meta wäre nicht Meta, wenn es uns nicht mit jedem Update ein paar Rätsel hinterlässt.

Zwischen Seiten und Profil wechseln

Bei der neuen Seitenversion muss zwischen dem persönlichen Profil und der Seite gewechselt werden. Wenn du mit deinem Profil also an deiner Seite etwas ändern möchtest, stehen dir nur wenige Einstellungen zur Verfügung. Um die ganze Seite bearbeiten zu können, musst du von deinem privaten Profil zu der gewünschten Seite wechseln. Als Login benötigst du aber weiterhin nur dein privates Profil. 

Der Vorteil an der strikten Trennung zwischen Seite und Profil ist, dass es einfach zu unterscheiden ist, ob ich als Privatperson oder als mein Unternehmen mit Beiträgen oder anderen Seiten/Profilen interagiere. Früher konnte man bei einem Beitrag zwischen Seite und Profil wechseln, um diesen als Unternehmen zu kommentieren. Jetzt siehst du im Feed nur noch die Profile und Seiten, die dein Unternehmen mit einem Gefällt-Mir versehen hat und kannst mit diesen ausschließlich als dein Unternehmen interagieren. 

Wer jedoch mehrere Seiten verwaltet, hört vielleicht schon die Alarmglocken läuten. Wenn du diese bearbeiten möchtest bzw. mit ihnen interagieren willst, kann das zu einem mühseligen Hin und Her werden. Dazu ein kleiner Tipp: Falls ihr mehrere Seiten bearbeiten möchtet, die nicht die gleichen Versionen haben: Benutzt zwei verschiedene Browser! 

 

Facebook-Zugriff oder Task-Zugriff

Seitenrollen der alten Seitenversion wie Redakteure:innen oder Moderator:innen sind nicht mehr verfügbar. Stattdessen wird Nutzer:innen der „Facebook-Zugriff“ oder der „Task-Zugriff“ gewährt. 

Der Facebook-Zugriff gibt der Person deines Vertrauens uneingeschränkte Kontrolle über die Seite. Dabei bekommt die Person die gleichen Zugriffsrechte wie du selbst. Der- oder diejenige kann dann anderen Personen Zugriff gewähren, die Seite löschen sowie auf alle Tools und Insights zugreifen. 

Wenn du einer Person den Task-Zugriff für die Facebook-Seite gewährst, kann dir diese beim Verwalten helfen. Diese „Mitarbeiter

:innen“ können ebenfalls Tools von Facebook nutzen, um Bereiche zu verwalten, die du ihnen freigibst. 

Alle Personen mit Task-Zugriff sind über den Seitenmanagement-Verlauf sichtbar. Auch die Standorte sind im Bereich „Geteilte Aktivität“ einzusehen. Weitere Infos zur Standortangabe findest du hier

Nice to know 

Wenn zwei Seiten nicht mit derselben Version laufen, können sie nicht zusammengeführt werden. Plane also deine Seitenzusammenführung so, dass beide entweder in der alten oder in der neuen Version verfügbar sind.

Wie schon erwähnt, findest du im Dashboard ein paar Insights. Diese sind jedoch sehr oberflächlich gehalten. Perfekt für einen kurzen Blick, aber für tiefere Analysen benötigt man die Business Suite, Creator Studio oder ein externes Tool.

Auch wenn Profil und Seite getrennt voneinander sind, bekommst du trotzdem Benachrichtigungen von den Seiten des Privatprofils. Diese müssen pro Seite extra deaktiviert werden. Wenn du dein eigenes Unternehmen verwaltest, ist es praktisch, da man nichts verpasst. Für Personen, die fremde Seiten betreuen — zum Beispiel Agenturen — kann es jedoch aufwendig sein, da viele Benachrichtigungen von verschiedensten Seiten eingehen. 

Fazit 

Im Großen und Ganzen bringt die neue Seitenversion vor allem den Vorteil, dass das private Profil und die Unternehmensseite voneinander getrennt sind — was wie oben erwähnt für manche auch zum Nachteil werden kann. Etwas mühsam ist es, dass die Einstellungen der Seite auf Facebook verstreut sind. Da war die alte Seitenversion übersichtlicher. Wiederum viel einfacher sind jetzt die Zugriffe für deine Facebook-Seite. Anstatt den Unterschied von einem Redakteur:in und einem Administrator:in zu kennen, klickst du einfach die Tools an, die dein/e Mitarbeiter:in verwalten soll.

Da wir die eine oder andere Erneuerung von Meta durchlebt haben, wird am Ende auch die neue Seitenversion zur alten Seitenversion. 



Raphaela Markut

Raphaela Markut

Kreativität, strategisches Denken und eine geballte Ladung an Wissen: Raphaela ist nicht umsonst Senior Social Media Expertin. Mit Ihrer Erfahrung vereint sie gekonnt Performance- und Content-Marketing - eine Symbiose, der niemand widerstehen kann!

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